Hilfe bei Angststörung

Panikattacken, übermäßige unspezifische Angst oder konkrete Furcht (Phobie) vor bestimmten Objekten oder Situationen - dies alles sind psychische Störungen, die man unter dem Sammelbegriff "Angststörung" zusammenfasst.

Panikstörung

Als Panikstörung bezeichnet man nicht auf spezifische Situationen begrenzte, plötzlich auftretende Angstattacken, die Kontrolle zu verlieren oder wahnsinnig zu werden, einen Herzanfall zu erleiden oder plötzlich zu sterben. Die Attacken dauern oft nur wenige Minuten.

Generalisierte Angststörung

Hierunter versteht man eine über Monate anhaltende Anspannung wegen allgemeiner Besorgnis und Befürchtungen, die sich nicht auf konkrete Situationen beziehen. Oft sind dies Ängste vor Erkrankungen oder Unfällen.

Phobien

Bei spezifischen Phobien treten Angstsymptome in Verbindung mit bestimmten Objekten, Situationen oder Orten auf.

Häufige Phobien sind:

  • Agoraphobie - Angst vor Menschenmengen, offenen Plätzen, Reisen in Zügen, Bussen, Bahnen oder Flugzeugen, Angst, das eigene Haus zu verlassen oder ein Geschäft zu betreten
  • Klaustrophobie - Angst vor engen Rämen
  • Akrophobie - Höhenangst
  • Aviophobie - Flugangst
  • Blutphobie - Angst vor Blut oder Spritzen
  • Dentalphobie - Angst vor dem Zahnarzt
  • Canophobie - Angst vor Hunden

Bei der sozialen Phobie sind Ängste im Kontakt mit anderen Menschen vorhanden. Angst vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen und dadurch Angst, sich in bestimmten Situationen zu zeigen oder öffentlich beschämt zu werden, führen oft zu einem starken Vermeidungsverhalten und dadurch sehr geringem Selbstbewusstsein.

Typische Symptome der sozialen Phobie sind:

  • Vermeidung von Blickkontakt
  • Erröten
  • Zittern der Hände
  • Übelkeit
  • Harndrang

Allgemeine Symptome

Alle Angststörungen können typische Beschwerden verursachen wie Herzklopfen, beschleunigter Puls, Brustschmerz, Erstickungsgefühle, Oberbauchbeschwerden, Schwindel, Schweißausbruch, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Entfremdungsgefühle (Angst, „verrückt zu werden“).

Angststörungen - Therapie

Zur Behandlung von Angsterkrankungen kommen neben Entspannungsverfahren zur Linderung der körperlichen Symptome und ihrer Folgen vor allem verhaltenstherapeutische Verfahren zum Einsatz.

Zunächst werden Situationen und Gefühle beobachtet und genau erkannt, wann, wo, wie genau die psychischen Mechanismen passieren. Es werden Kompetenzen entwickelt durch Gespräche und verschiedene Übungen mit der Therapeutin. Im Zentrum steht dabei die gedankliche Neubewertung der angstauslösenden Situationen und eine „Aufklärung“ des „Teufelskreislaufs“, wie genau man in die Angst „rutscht“. Erst nach einem Überblick über diese Mechanismen wird dann in kleinen Schritten die Chance einer guten Erfahrung eingeübt.

Diese Website setzt Cookies auf Ihrem Endgerät. Erfahren Sie mehr über Cookies, die von uns erhobenen Daten und wie Sie Cookie-Einstellungen ändern können in unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie fortfahren, willigen Sie in unsere Nutzung von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung ein.